Ziel der Masterarbeit ist es zu untersuchen, in welchem Umfang Senior*innen die aktuell geltenden Verkehrsregeln bekannt sind und welche Präventionsansätze geeignet scheinen, um das Regelwissen dieser Zielgruppe weiter zu stärken und das Risiko von Fehlverhalten und Unfällen zu mindern. Das Wissen um geltende Regeln ist Teil der erforderlichen Fähigkeiten zur Teilnahme am Straßenverkehr und eine unabdingbare Voraussetzung für regelkonformes Verhalten. Für die Untersuchung zum Umfang der Regelkenntnis von Senior*innen wurde ein exploratives Vorgehen gewählt und eine Befragung mit 58 Personen im Alter von mindestens 65 Jahren (im Besitz eines Führerscheins und noch aktiv am Straßenverkehr teilnehmend) durchgeführt. Dabei zeigte sich das verkehrsrechtliche Wissen unter den befragten Personen insgesamt auf einem hohen Niveau. Fragen zu im Laufe der Zeit veränderten Verkehrsregeln wurden am häufigsten falsch beantwortet, während unveränderte sowie seit 1970 neu verfasste Regelungen überdurchschnittlich häufig korrekt beantwortet wurden. Die Ergebnisse deuten u.a. darauf hin, dass die Alltagsrelevanz einer Verkehrsregel sowie die subjektiv empfundene Entdeckungswahrscheinlichkeit und Strafhöhe bei einem Verstoß Einfluss auf das vorhandene Wissen haben. Die Ergebnisse der Befragung der Senior*innen liefern u.a. Hinweise darauf, dass Präventionsangebote alltagsrelevant und praxisnah gestaltet sein sollten, um ihre Regelkenntnis und Verkehrssicherheit weiter zu stärken (wie z.B. wohnortnahe Präsenzangebote, leicht zugängliche Informationen in vertrauten Medienkanäle wie Print, Fernsehen, Internet oder Ankündigungen in örtlichen Supermärkten).
Alles klar im Straßenverkehr? - Eine Analyse zum Regelverständnis älterer Verkehrsteilnehmender und Erarbeitung möglicher Präventionsansätze
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