Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist die Untersuchung, ob und unter welchen Voraussetzungen Schutzstreifen auf Außerortsstraßen die Sicherheit für den Radverkehr verbessern können. Dazu wurden Forschungsergebnisse aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz mittels Literaturrecherche zusammengefasst und eine empirische Untersuchung der Überholabstände und des Verhaltens der Verkehrsteilnehmenden durchgeführt. Zusätzlich wurde die subjektive Wahrnehmung erfasst und ein semistrukturiertes Interview geführt. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass Schutzstreifen auf Außerortsstraßen das Sicherheitsgefühl von Radfahrenden verbessern und Konflikte reduzieren können, aber nicht zu einer Geschwindigkeitsreduzierung des Kfz-Verkehrs führen. Es kann zu einer Verringerung der Überholabstände des Kfz-Verkehrs zum Radverkehr kommen. Die Akzeptanz von Schutzstreifen durch den Kfz-Verkehr ist häufig zu gering. Schnellere Radfahrende werden tendenziell mit einem höheren Abstand überholt als langsamere. Eine einengende Wirkung der Umgebung kann zu höheren Überholabständen führen, aber auch die Abstände für Radfahrende geringer wirken lassen. Günstige Rahmenbedingungen sind niedrige Geschwindigkeitsdifferenzen, ausreichende Sichtbeziehungen und die Demarkierung der Mittellinie.
Schutzstreifen außerorts für eine verbesserte Verkehrssicherheit und Akzeptanz im Radverkehr: Fokus Frankreich, Schweiz und Baden-Württemberg
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